Bei der Bauernorchidee (Lateinisch Schizanthus) handelt es sich um eine Pflanze, die zur Familie der Nachtschattengewächse gehört. Hier wird auch von einer „Spaltblume“ gesprochen.

Dabei erinnern die farbensprachigen Blüten sowie die filigrane Zusammensetzung an die Orchideen. Aber von der Botanik her gehört diese Gattung nicht zu den Orchideen-Gewächsen.

Bei der Bauernorchidee ist eine auffällige Zeichnung der Blütenmitte mit einem gelb-schwarz gefärbten Blütenauge vorhanden. Bei der einfarbigen Ausführung gibt es zarte Rose-Töne, ein leuchtendes Rot oder ein edles Rein-Weiß. Die Blütenfarben sind sehr intensiv.

Die Bauernorchidee findet man in der Zeit um Ostern auf Terrassen, Balkonen, auf Bänken oder Tische. Ebenso werden damit auch Treppenstufen und Eingangsbereiche geschmückt. Wenn dort halbschattige Standorte vorhanden sind, gedeihen sie gut und es entwickelt sich die ganze Blütenkraft. Dadurch gibt es eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten im Außen- und Innenbereich.

Die Herkunft

Die Bauernorchidee stammt vom Ursprung her aus Südamerika. Dort wächst sie in den Küstenregionen von Chile. Das Gebiet erstreckt sich in Chile im Norden ausgehend von Antafagasta in den Süden zum Llanquihue-See. Bei 2 verschiedenen Ausführungen erstreckt sich die Ausbreitung sogar über das Hochgebirge der Anden bis nach Argentinien hinein. In Form von Schiffsreisen gelangte die Pflanze in viele Teile der Welt, wo sie dann auch zum Teil kultiviert wurde.

Die Blüte

Die krautige Pflanze entwickelt Blüten, die aus 5 Kronblättern bestehen, die dann spiegelsymmetrisch ausgebildet sind. Dabei steht ein Kronblatt nach vorne ab und 2 dieser Kronblätter neigen sich zur Seite. Die beiden hinteren Kronblätter sind dann zu einer Art Schiffchen verwachsen und werden nach hinten gebogen. Dabei verfügt jede Blüte über einen Blütenstiel. Dieser biegt sich im Laufe der Zeit etwas zurück. In der Zeit, wo die Pflanze in ihrer vollen Blüte steht, sind die Blütenstiele etwas gedreht. Dabei erstreckt sich die Blütenzeit vom Frühling bis in den Spätsommer. Die Pflanzen blühen in der Zeit mehrmals.

Die Blätter

Das Laub ist fein gegliedert und liegt flach über dem Substrat. Dabei sind die Blätter etwas eingeschnitten. Dadurch entsteht ein gefiedertes Erscheinungsbild. Ebenfalls ist ein grob gezackter Blattrand vorhanden. Die Länge der Blätter beträgt zwischen 3 und 9 Zentimeter. Im Herbst verwelken die Blätter.

Die Frucht

Die Pflanze entwickelt eiförmige Kapselfrüchte. Diese sind an ihrer Spitze stumpf oder abgerundet. Zwischen 12 und 34 Samen sind in der Frucht enthalten. Die Länge der Frucht beträgt nur ungefähr 2 bis 10 Millimeter. Früchte entwickeln sich mehrmals im Jahr. Dabei entsteht die erste Fruchtreife im Mai und die letzte Fruchtentwicklung findet im September statt.

Pflege und Düngung

Damit während der Blütezeit der Reichtum an Blüten erhalten bleibt, ist eine 14tägige Düngung mit Hilfe von einem Flüssigdünger sinnvoll. Dabei sollten jedoch die Jungpflanzen älter als 8 Wochen sein. Wenn regelmäßig gedüngt wird, entstehen so viele Blüten im Hochsommer, dass zum Teil das Laub nicht mehr an der Pflanze zu erkennen ist.

Die Vermehrung erfolgt durch die bereits erwähnten Samen. Diese sollten im März im Innenbereich in Töpfe in einer Einheitserde ausgesät werden. Nach ungefähr 2 Wochen sollte eine Pikierung in Multitopfschalen durchgeführt werden. Ab Mitte Mai kann dann eine Auspflanzung im Freien erfolgen. Dabei sollte dann die ungefähr 10 Zentimeter hohe Pflanze dann entspitzt werden, damit ein buschiges Wachstum erfolgen kann.

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Lukas Ebersbach
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